Arch Enemy

Support: Drone, Unearth

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3 min. Lesezeit

Erstaunlich wenig Fans warteten kurz vor sieben Uhr vor der Konzertlokalität Komplex 457 an der Hohlstrasse in Zürich auf Einlass zum lang ersehnten Metal-Abend mit Arch Enemy. Selbst als kurz vor acht Uhr die Gitarrenriffs von Drone, eine Metalband aus Niedersachsen Deutschland, aufschrieen und zugleich die harten und satten Beats des Basses einsetzten, hatte sich an der Besucherzahl noch nicht viel geändert. Drone spielten ein 30 minütiges Set. Nur die hartgesottenen Metalfans fanden dabei sofort den Einstieg und eine kleine Gruppe ihresgleichen drängten sich so an den Bühnenrand.

Anders zu und her ging es beim zweiten Supporter Unearth. Die Metalcore Band aus den Staaten hatten das Publikum sofort auf ihrer Seite. Vielleicht lag es auch daran, dass die Band bereits seit 1998 (Drone seit 2004) besteht und diese schon einmal mit Grössen wie “Lamb of God”, “Caliban” oder “Every Time I Die” auf Europatournee waren. Jedenfalls gaben die fünf Jungs mächtig Gas und zugleich füllte sich die Halle vom Komplex schlagartig. Die Band spielte ebenfalls ein 30 minütiges Set, anschliessend begannen die Umbauarbeiten für den Headliner, die schwedische Melodic-Death-Metal Band, Arch Enemy.

Imposant waren die ersten Blicke auf die Bühne allemal. Links und rechts wurde das riesige Schlagzeug flankiert von jeweils zwei Lautsprechertürmen, sowie je zwei Flaggen pro Seite, welche das Logo der Band zierten. Kurz vor zehn war die Halle des Komplex in kompletter Dunkelheit gehüllt, nur ein weisser Scheinwerfer beleuchtet schwach, dass Schlagzeug und wie aus dem Nichts stand urplötzlich, schon fast majestätisch – beide Arme zur Decke gestreckt – Daniel Erlandsson (Drummer) hinter seinem Arbeitsgerät. Dies war der Startschuss der knapp 90minütigen Show von Arch Enemy. Bereits ab den ersten Riffs und Textzeilen der kanadischen Sängerin Alissa White-Gluz bebte der Saal. Dabei gönnte sich die knapp 1.65cm grosse Sängerin weder den Fans, ihrer Bandkollegen noch sich selbst eine Verschnaufpause, Song an Song wirbelte sie über die Bühne und hielt die Meute auf Trab. Die Interaktionen mit dem Publikum funktionierte prächtig und ohne grosse Worte. Mit ihrer Ausdruck starken Gestik und ihrem Outfit, war der Abend nicht nur musikalisch sondern auch visuell ein Highlight.  Die Show, welche Arch Enemy an diesem Montagabend abgeliefert hatten, überzeugte durch und durch auf der ganzen Bandbreite und so war es nicht verwunderlich, dass sich einige Fans bereits schon an diesem Abend einig waren, zwei Tage später, in Lausanne, sind wir nochmals mit dabei.

Drone

Unearth

(All Photos: artBLVD21)

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