Bob Spring & The Calling Sirens

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Es ist noch kein Jahr her, seit der Veröffentlichung seines Soloalbums „Dust and Arrows“, gefolgt von unzähligen Auftritten in der ganzen Schweiz und einer anschliessenden US-Tournee, welche ihn quer durch die Vereinigten Staaten von New York bis nach Los Angeles führte. Nun liegt bereits das nächste  Album in den Verkaufsregalen. Bob Spring ist ein Macher und scheut weder harte Arbeit noch Mühe. Er liebt und lebt die Musik. Davon konnten sich am vergangenen Samstag auch die ca. 170 Besucher anlässlich der Plattentaufe im Bogen F einmal mehr überzeugen.

Bob Spring und The Calling Sirens hatten bereits in der Vergangenheit mehrere Liveauftritte gemeinsam – warum also nicht die Synergien nutzen? Dies haben sie nun getan und herausgekommen ist ein grossartiges Album, gefüllt mit 11 Songs welche eine gekonnte Mischung aus Country, Blues und Western widergibt.

Diese Mischung wurde harmonisiert durch den gemeinsamen Auftritt am letzten Samstag. Man sah, hörte und fühlte, dass die beiden Bands mit ihren soliden Country-Klängen, den ausgeprägten Solis und Bob’s gewaltiger Stimme einfach hervorragend zusammen funktionierten. Das Karma innerhalb der Band sprang bereits nach wenigen Minuten auf das Publikum über. Die Künstler leben und lieben ihre Musik und es machte ihnen sichtlich Freude, ihr neues Werk den Gästen vorzustellen. Es ging nicht lange und der sonst übliche „unsichtbare Graben“ zwischen Künstlern und Besuchern wurde überwunden. Die Atmosphäre erinnerte stark an einen Westernsaloon, irgendwo draussen, weit weg von der hektischen City, irgendwo in Nashville. Es lag nicht nur an der typischen Musik und der Location, sondern vielmehr auch daran, dass die Besucher bereits nach wenigen Minuten aus sich rausgingen und in Line Dance Manier die Beine bewegten und damit den Künstlern zeigten, wie sehr die Musik und das Schaffen begeisterte. Es ist wohl der grösste Dank jedes Künstlers wenn man sieht, dass sich die harte Arbeit und die unzähligen schlaflosen Nächten gelohnt haben.

Bob selber ist auf der Bühne kein Mann der grossen Worte, doch in den wenigen Sätzen die er von sich gab spürte man die Freude, dass so viele Besucher, ob jung oder alt, zu diesem besonderen Anlass erschienen sind. In den knapp 100 Minuten Spielzeit, spielte Bob Spring und The Calling Sirens nebst vielen neuen Songs auch einzelne Werke aus dem früheren Album und begeisterten die Fans damit nochmals zusätzlich. Der Abend war durch und durch perfekt, von der ersten Minute, bis hin zum explizit letzten Ton des Songs „All the Mountains Fall“ (letzter Song auf dem aktuellen Album), bei dem sich die Bandmitglieder nach und nach unter tosendem Applaus von der Bühne verabschiedeten.

Von wegen Countrymusik soll ein aussterbendes Genre in der Schweizer Musikwelt sein. Bob Spring und The Calling Sirens widerlegen dies mit ihrem Auftritt, ihrem neuen Album und mit allem, was noch von den beiden Parteien kommen wird…

(All Photos: artBLVD21)

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